„Don’t call it Heimweh“ mit Margot Friedländer, Michael Müller, Thomas Halaczinsky und André Schmitz-Schwarzkopf
21.01.2020, 18:30 Rotes Rathaus
21.01.2020, 18:30 Rotes Rathaus
„Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen“ sind die letzten Worte, die Auguste Bendheim an Ihre 21jährige Tochter Margot kurz vor ihrer Deportation nach Auschwitz übermitteln lässt. Margot Friedländer taucht unter, um der Deportation zu entgehen. Im Mai 1944 wird sie doch von Greifern verhaftet und nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebt als einzige ihrer Familie und emigriert mit ihrem Mann, einem Bekannten aus Berlin, der ebenfalls seine Familie verloren hat, nach dem Krieg in die USA.
Nach dem Tod ihres Mannes entschließt sie sich, ihre Geschichte aufzuschreiben. 2003 reist sie zum ersten Mal wieder nach Berlin, fragt, was aus den Deutschen geworden ist und wie sie sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzen. Der Film „Don’t call it Heimweh“ begleitet sie auf ihrer Reise, dokumentiert ihre Begegnungen und Gespräche, ihre Suche nach der Vergangenheit, die einen entscheidenden Einfluss auf ihre Gegenwart hat. Heute lebt Margot Friedländer wieder in Berlin und ist regelmäßig an Schulen, um jungen Menschen ihre Botschaft auf den Weg zu geben.
Wir freuen uns darauf, Ausschnitte des Films zu sehen und über das Gesehene mit Margot Friedländer ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung ist ausgebucht.