„Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus: Eine Mutterliebe in Briefen“ mit Gabriel Heim
31.05.2018, 18:00 Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
31.05.2018, 18:00 Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
Die ganze Familie ist schon im Exil. Marie bleibt und beginnt, ihrer Tochter Ilse zu schreiben: jede Woche zwei lange Briefe. Von 1938 bis 1942 schreibt die Jüdin Marie Winter in Berlin über 170 Briefe an ihre Tochter Ilse nach Basel. Sie erzählt eindringlich von ihrem Alltag, beschreibt die Verzweiflung, ein Visum nach „Irgendwo“ zu beschaffen, und lebt von der Hoffnung, durch ihre Tochter gerettet zu werden. Sie kann sich nur schwer für einen eigenständigen Weg ins Exil entscheiden. Als die Tochter sich zur Rettung der Mutter vor den Nazis entschließt, ist es zu spät.
„Das Drama ist, dass etwas Urprivates mit einer politischen Tragödie zusammenkommt“, resümiert der Sohn Gabriel Heim. Er hat im Nachlass seiner Mutter die Briefe der Berliner Großmutter gefunden und daraus das Lebensdrama von Marie und Ilse zu einem berührenden Dokument der Zeitgeschichte gestaltet.
Durch die Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmt unser Publikum zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.