„Weiterleben ohne Wenn und Aber“ – Zeitzeugengespräch mit Giselle Cycowicz
06.09.2018, 13:00 Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
06.09.2018, 13:00 Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
Als Gisela Friedmann wurde sie 1927 in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Ein Jahr vor Kriegsende, im Mai 1944, stieg Gisela Friedmann an der Rampe von Auschwitz-Birkenau aus dem Zug. Ihr Vater kam in ein Arbeitslager, die Mutter, ihre Schwester und sie in Baracke 16 des C-Lagers. Bis Oktober 1944 gelang es den Frauen zusammenzubleiben, dann wurden die Töchter in das Arbeitslager Mittelsteine transportiert, die Mutter blieb in Auschwitz. Der Vater wurde am 7. Oktober 1944 vergast. Die Befreiung erlebten die Schwestern in der Nähe von Weißwasser hinter der Oder und kehrten dann nach Chust zurück, wo ihre älteste Schwester und die Mutter auf sie warteten. Nach der Emigration 1948 in die USA machte Giselle ihren Traum wahr und studierte Psychologie. Auch heute noch, mit über 90 Jahren, betreut sie andere Überlebende der Shoah und hilft ihnen, ihre Erinnerungen zu verarbeiten. Über Sabine Adlers Buch sagt sie: „Die Welt soll davon erfahren und die Patienten sollen spüren, dass sich die Welt für sie interessiert.“
Wir sprechen mit Giselle Cycowicz über ihre Erfahrungen während des Nationalsozialismus, aber auch über die Zeit danach als Traumatherapeutin für Holocaust-Überlebende und deren Nachkommen. Moderiert wird die Veranstaltung von Sabine Adler, Journalistin und Autorin der Biographie von Giselle Cycowicz „Weiterleben ohne Wenn und Aber“, die im August im Aufbau Verlag erscheint.
Hinweis: Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Schulklassen und begleitende Lehrer*innen.
Rückblick (© Fotos: Adrian Jankowski):